Der "Schimmelreiter"

Porträt des Schriftstellers Theodor Storm

Wattenmeer

Der "Schimmelreiter"

Von Gregor Delvaux de Fenffe

Was hat Theodor Storms weltberühmter, dramatischer Roman "Der Schimmelreiter" mit dem Wattenmeer zu tun?

Seit der Mensch in unmittelbarer Nähe zum Wattenmeer siedelt, ist er den Gefahren der Sturmfluten ausgesetzt. Das Watt wandert und deswegen kämpfen dort die Menschen um jeden Handbreit Boden.

Theodor Storm (1817 bis 1888), einer der großen deutschen Schriftsteller, war fasziniert von den vielen gespenstischen Mythen und Legenden in Schleswig-Holstein, die sich um den Kampf der Menschen gegen die feindlichen Elemente rankten. In seinen letzten Lebensjahren im 19. Jahrhundert schrieb er den weltberühmten Roman "Der Schimmelreiter".

Das Werk ist die Erzählung vom Deichgrafen Hauke Haien, der das ehrgeizige Projekt verfolgt, einen Deich für die Ewigkeit zu bauen. Doch die Natur triumphiert über Hauke, der Deich bricht und Hauke muss zusehen, wie seine Frau und Tochter in den Fluten umkommen. Verzweifelt stürzt er sich daraufhin selbst mit seinem Schimmel in die tosenden Wellen und damit in den Tod.

Aber für die Deichbewohner lebt er weiter. Sie erzählen sich die Sage vom Schimmelreiter, der bei drohendem Unheil auf dem Deich erscheint.

Stand: 15.06.2018, 09:00

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