Tourismus in Albanien

Albanien: Der Fluss Bojana

Albanien

Tourismus in Albanien

Von Katharina Bueß

Baden an der Adria oder Klettern in Nationalparks: Albanien bietet reizvolle Ziele und wird als Reiseland beliebter. Trotzdem ist es weit entfernt von überfüllten Stränden. Für die Wirtschaft des Landes spielt der Tourismus eine bedeutende Rolle.

Albanien als Reiseziel

Unberührte Natur, Sandstrände an der Adria, Seen und steile Berge: Albanien ist ein vielseitiges Land. Der kleine Staat auf der Balkanhalbinsel lockt zunehmend Besucher an.

Der Tourismus hier ist noch jung, unter dem kommunistischen Regime war das Reisen jahrzehntelang verboten. Anders als in den nahe gelegenen Ländern Griechenland, Italien oder Kroatien gibt es hier noch keinen Massentourismus. Das Reiseziel Albanien gilt nach wie vor als Geheimtipp.

Da das Land immer noch zu den ärmsten Europas gehört, ist der auflebende Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig und in vielen Gebieten neben der Landwirtschaft die einzige Einkommensquelle der Bewohner.

Besonders an der Küste und in Dörfern in den Bergen, also in jenen Gebieten, die in der Vergangenheit unter starker Abwanderung zu leiden hatten. Rund ein Viertel des Bruttoinlandprodukts stammt aus dem Tourismus, der sich in den vergangenen 15 Jahren stark entwickelt hat.

Platz mit Fahrradfahrern in der Fußgängerzone, verschiedene dicht nebeneinander gelegene Cafés mit bunten Stühlen und Sonnenschirmen.

Straßencafes in Skoder

Albanische Gastfreundschaft hat Tradition

In Reiseführern werden die albanische Gastfreundschaft, günstige Preise, ein lebendiges Nachtleben in den Städten und gutes Essen gelobt.

Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft haben in dem kleinen Land eine lange Tradition. So nahm das mehrheitlich muslimische Land im Zweiten Weltkrieg Tausende jüdische Flüchtlinge aus Europa auf. Dabei beriefen die Albaner sich auf einen traditionellen Ehrenkodex, der es gebietet, Fremden und Notleidenden zu helfen.

Besonders beliebt ist Albanien heute als Reiseziel bei der eigenen Bevölkerung sowie Albanern, die in den angrenzenden Staaten leben. Westeuropäer kommen in großen Zahlen mit dem Boot für einen Tagesausflug von der griechischen Insel Korfu. Unter Polen, Tschechen und Österreichern wird das Land als Reiseziel immer beliebter.

Albanien: Der Nationapark Theth

Das Theth-Tal vor dem Berg Radohima

Viele Nationalparks und Weltkulturerbe

Insgesamt 14 Nationalparks liegen über das Land verteilt und umfassen Gebirge, Pinien- und Kiefernwälder und Gletscherseen. Dazu kommt das Meeresschutzgebiet Karaburun-Sazan im Südwesten des Landes. Die unbewohnte Halbinsel Karaburun kann nur übers Meer und zu Fuß erreicht werden und besteht aus Sandstränden und kargen Steilküsten.

Auch Städtereisen sind zunehmend beliebt, zum Beispiel in die Hauptstadt Tirana oder nach Berat, einer der ältesten Städte Albaniens im Zentrum des Landes. Deren Altstadt ist von osmanischer Architektur geprägt und zählt seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Urlaub an der Albanischen Riviera

Das Gebirge im südwestlichen Teil des Landes heißt Albanische Riviera. Die Region wird von steilen Küstenabschnitten bestimmt und ist dünn besiedelt. Auch hier hat sich in den vergangenen Jahren der Tourismus rasch entwickelt und für die Strandurlauber wurden zahlreiche Hotels gebaut.

Schöne albanische Riviera

Küstenabschnitt an der albanischen Riviera

Unsere Quellen:

  • https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/albanien-node/albaniensicherheit/216248
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tourismus_in_Albanien
  • https://www.welt.de/reise/nah/article176677414/Albaniens-Riviera-ist-noch-ein-Geheimtipp-fuer-Entdecker.html

SWR | Stand: 17.07.2020, 15:00

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