Maultier und Maulesel

Esel

Maultier und Maulesel

Kreuzungen aus Pferd und Esel bezeichnet man allgemein als Mulis. Strenggenommen sind das zwei verschiedene Kreuzungen: das Maultier – eine Kreuzung aus Eselhengst und Pferdestute – und der Maulesel – eine Kreuzung aus Pferdehengst und Eselstute.

Züchtungen von Menschenhand

Oben: Ein Maultier auf einer Weide in Brasilien. Unten: Gesattelte Maulesel stehen in einem Hof.

Oben: ein Maultier - unten: gesattelte Maulesel

Mulis sind von Menschen geschaffene Züchtungen, die in der Natur nicht vorkommen. Ihre Vorzüge sind schon seit dem Altertum bekannt. Man züchtete sie zum Einsatz in der Landwirtschaft und beim Militär.

Mulis verbinden die besten Eigenschaften von Pferd und Esel miteinander. Sie sind trittsicher und ausdauernd wie ein Esel und kräfig und mutig wie ein Pferd. Dabei sind sie weniger temperaturempfindlich und in gesundheitlich besserer Kondition als Pferde.

Mulis sind im Allgemeinen charakterstarke Tiere mit einem sehr guten Gedächtnis und hoher Intelligenz. Gleichzeitig sind sie zäh und mutig und geraten nicht so schnell in Panik wie Pferde. Das Vertrauen des Tieres zu gewinnen ist allerdings noch schwieriger als bei Esel oder Pferd. Eine gute Erziehung mit konsequentem Durchsetzungsvermögen und liebevoller Geduld ist sehr wichtig, damit das Tier den Menschen als Leittier anerkennt.

Da Esel und Pferde unterschiedlich viele Chromosomen besitzen, können sich Mulis in der Regel nicht fortpflanzen. Hengste sind stets unfruchtbar, gelegentlich kommen jedoch fruchtbare Stuten vor. Über einen natürlichen Geschlechtstrieb verfügen sie trotzdem.

Maultiere bei der Bundeswehr

Ein Soldat führt sein Maultier zu einer Geländeübung am 'Hohen Göll' bei Berchtesgaden.

Auch beim Militär nach wie vor beliebt

Aufgrund ihrer guten Eigenschaften waren und sind Mulis auch beim Militär sehr beliebt. Den "Kamerad Maultier" gibt es auch heute noch in Deutschland in der "Tragtierkompanie" der Bundeswehr in Bad Reichenhall. Hier sind Haflinger Pferde und Maultiere im Einsatz. Die große Gelenkigkeit der Mulis kommt ihnen beim Einsatz in den Bergen zugute.

Autorin: Almut Röhrl

Weiterführende Infos

Stand: 22.07.2016, 14:00

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