Wissensfragen

Eine Straße in der Wüste flimmert in der Hitze. Am Horizont ist ein dunkler Schemen zu sehen.

Trockenwüsten

Wissensfragen

Wie ensteht eine Fata Morgana?

Nach einer bretonischen Sage war die Fee Morgaine die zauberkundige Stiefschwester des König Artus. Sie herrschte in den Tiefen des Meeres vor der Küste Siziliens in einem Kristallpalast. An manchen Tagen verließ sie ihn mit ihren Begleiterinnen, um in hundertfachen Spiegelgestalten über den Wellen ihre Macht und Magie zu entfalten und den Menschen die Sinne zu verwirren.

Da das Phänomen der Fata Morgana häufiger in der Straße von Messina, der Meerenge zwischen Sizilien und dem italienischen Festland, beobachtet wurde, hielt es unter dem italienischen Namen der Fee seinen Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch.

In der Realität treten Fata-Morgana-Erscheinungen über dem Meer wie über dem Land auf. Besonders häufig sind sie in der Wüste, wenn sich der Boden stark erhitzt. Es kommt dann zur Reflexion beziehungsweise Brechung von Lichtstrahlen an einzelnen Luftschichten unterschiedlicher Dichte.

Da unterschiedlich warme Luftmassen auch über unterschiedliche optische Eigenschaften verfügen, werden die Lichtstrahlen an der gemeinsamen Grenzfläche reflektiert.

In der Wüste ist die warme Luftschicht in Bodennähe. Über der warmen Schicht muss eine deutlich kühle Schicht liegen, dazu darf kein Wind wehen. So kann zum Beispiel aus dem blauen Himmel ein See in der Wüste werden, wenn sich an der Grenze der beiden Luftschichten das Licht bricht und reflektiert wird.

An diesen Luftgrenzschichten können sich auch weit entfernte, "hinter dem Horizont" liegende Gegenstände spiegeln, die sonst nicht zu sehen wären. So wird zum Beispiel in der Wüste auch eine weit entfernte Karawane sichtbar, die wegen der Erdkrümmung gar nicht erscheinen dürfte.

Wüstenstraße mit Luftspiegelung

In der Wüste scheint das Wasser manchmal so nah

Wie überlebt der Kreideriedfrosch in der wasserarmen Savanne Westafrikas?

Für Frösche ist Wasser in der Regel überlebenswichtig. In manchen Trockengebieten der Erde haben sich unter ihnen Spezialisten herausgebildet, die nahezu ohne Wasser auskommen können.

Der kleine Kreideriedfrosch, der in den trockenen Savannengebieten Westafrikas lebt, hat spektakuläre Fähigkeiten. Er kann seine Hautfarbe verändern und sich so vor der Aufheizung durch Sonnenstrahlen schützen. Er ist braun, wenn er genug Feuchtigkeit besitzt.

Bei langer Trockenheit stellt er dann auf Weiß um. So verliert er durch geringere Aufheizung weniger Wasser.

Außerdem befinden sich in seiner Haut Kristalle, die Sonnenstrahlung zusätzlich reflektieren. Bei Hitze kauert er sich eng zusammen und bewegt sich kaum – auch das schützt vor Wasserverlust.

Bekommt er Regentropfen ab, nimmt er das Wasser mit den orangefarbenen Schleimhäuten wie ein Schwamm auf. Danach macht er sofort wieder dicht.

Zweigeteiltes Bild: Links sitzt ein brauner Frosch an einem Halm, rechts der gleiche Frosch am Halm, aber in 'weiß'.

Der kleine Frosch stellt bei Trockenheit auf "Weiß" um

Autor: Siegfried Klaschka

Stand: 04.12.2018, 11:54

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