Wenn der Wald brennt

Ein Feuerwehrmann vor Waldbrand

Waldbrände

Wenn der Wald brennt

In Deutschland lautet die Strategie zur Waldbrandbekämpfung: Jeden Waldbrand von Beginn an massiv bekämpfen! Denn anders als viele der brandgefährdeten Staaten in den USA ist Deutschland viel dichter besiedelt, sich ausbreitende Feuer können wesentlich schneller Menschen und Gebäude bedrohen.

Nach organisatorischen Schwächen, die 1975 bei einem Großbrand in der Lüneburger Heide offenbar wurden, ist die Koordination der Brandeinsätze in Deutschland laufend verbessert worden.

Zentrale Einsatzstellen wurden bei den Landkreisen eingerichtet, um Abstimmungsprobleme zu verhindern und spezielle Waldbrandeinsatzkarten erstellt, die den Löschtrupps den Weg weisen. Zudem werden Forstleute und Feuerwehrleute regelmäßig gemeinsam geschult.

Um Waldbrände zu vermeiden, ist aber vor allem die Bevölkerung aufgefordert, einige Regeln zu beachten:

  • Das Rauchen und Entzünden offener Feuer in Wäldern, Mooren und Heidegebieten ist von Anfang März bis Ende Oktober verboten.
  • Zigarettenkippen dürfen im Hochsommer nicht aus dem Auto geworfen werden.
  • Autos mit Katalysatoren dürfen nicht über trockenem Gras oder Heide geparkt werden.
  • Zufahrtswege müssen beim Parken am Waldrand freigehalten werden, damit Löschfahrzeuge im Notfall schnell durchkommen.
  • Jeder Brand im Wald muss umgehend bei der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle oder der Feuerwehr gemeldet werden (Notrufnummer: 112).

Jeder Waldbesucher ist nicht nur grundsätzlich dazu verpflichtet, jeden Waldbrand zu melden, sondern nach Möglichkeit auch einen Brand zu bekämpfen – natürlich nur, wenn er sich damit nicht selbst gefährdet.

Bei kleineren Bränden können dazu Wasser, Sand oder – wenn vorhanden – der Feuerlöscher im Auto benutzt werden. Der Versuch, ein Feuer auszuschlagen, schlägt dagegen in der Regel fehl. Besser ist es, das Feuer mit Ästen "auszufegen".

Autorin: Silke Rehren

Stand: 21.02.2017, 10:50

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