Reeperbahn

Gemälde eines Seilers beim Reepschlagen in einer Stadt

Hanf

Reeperbahn

Von Gregor Delvaux de Fenffe

Warum verdankt die Hamburger Reeperbahn dem Hanf ihren Namen?

Die Hauptstraße im Hamburger Stadtteil St. Pauli nennt sich Reeperbahn, die niederdeutsche Bezeichnung für Seilerbahn. Der Name Reep geht zurück auf die Reepschläger, Seilknüpfer, die in mühevoller Arbeit die langen, schwere Taue und Trosse, sogenannte Reepe herstellten.

Das schwere Tauwerk wurde aus Faserhanf gewonnen, in langen Bahnen gelegt, gedreht und anschließend geteert. Für diese langen Seilbahnen benötigten die Reepschläger viel Platz.

Im 17. und 18. Jahrhundert nutzten die Reepschläger dazu die schnurgerade Hamburger Reeperbahn, eine Allee von 300 Metern, die sich damals vor den Toren der Stadt befand. Die dort hergestellten Seile und Taue fanden vornehmlich im Bergbau oder als Takelage in der Schifffahrt Verwendung.

Mit dem Zeitalter der Industrialisierung begann das alte Handwerk der Reepschläger auszusterben. Im 19. Jahrhundert wurde aus der Hamburger Reeperbahn ein Rotlicht- und Vergnügungsviertel, während ihre Geschichte und ehemalige Bedeutung immer mehr in Vergessenheit geriet.

Stand: 06.07.2017, 11:00

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