Heimat der Riesenschildkröten

Blick auf die Insellandschaft der Galapagosinseln

Schildkröten

Heimat der Riesenschildkröten

Die größte Population von Riesenschildkröten lebt heute auf den Seychellen. Aber ursprünglich stammen diese Tiere von einer anderen Inselgruppe. Welche Inseln sind das? Übrigens forschte dort jahrelang ein sehr berühmter Wissenschaftler, der auch die Riesenschildkröten beobachtete.

Das größte Vorkommen der Riesenschildkröten findet man heute auf den Seychellen. Ursprünglich lebten die meisten aber auf den Galapagos-Inseln vor der Küste Ecuadors. Es gab einmal mehr als hunderttausend Riesenschildkröten dort, aber die Tiere wurden von Seefahrern früherer Zeiten für die Frischfleischversorgung auf See massenhaft abgeschlachtet.

Der berühmte Forscher, der auf den Galapagos-Inseln unter anderem die Riesenschildkröten beschrieb, war Charles Darwin. Seit den 1960er Jahren gibt es auf den Galapagos-Inseln ein Charles-Darwin-Institut, das sich unter anderem um den Erhalt der verbliebenen Riesenschildkröten kümmert.

Hauptproblem auf den Inseln ist die veränderte Vegetation durch eingeschleppte Pflanzen. Die Hauptnahrungspflanzen der Schildkröten wurden verdrängt und so ist heute das Nahrungsangebot für die sanften Riesen knapp.

Zudem fressen verwilderte Ziegen die verbliebene Vegetation ab. Da Ziegen die einizgen Paarhufer sind, die längere Zeit auf ihren Hinterbeinen stehen können, fressen sie die Pflanzen auf einer Höhe ab, die selbst die großen Schildkröten nicht mehr erreichen können.

Außerdem zerstören Ratten, Schweine und und einige Echsenarten die Gelege der Schildkröten.

Eine Riesenschildkröte

Die Riesenschildkröten finden immer weniger Nahrung

Autoren: Christiane Gorse/Tobias Aufmkolk

Stand: 06.11.2017, 16:01

Darstellung: