Kurzhalsgiraffen

Ein Okapi.

Giraffen

Kurzhalsgiraffen

Von Christina Lüdeke

Was ist eine Kurzhalsgiraffe?

Giraffe und ein kurzer Hals – eigentlich scheint das ein Widerspruch. Dennoch gibt es ein solches Tier. Es ähnelt auf den ersten Blick eher einem Pferd als einer Giraffe, darüber hinaus hat es an den Beinen auch noch ein Zebra-ähnliches Streifenmuster.

Dennoch ist es aus Sicht der Biologen der einzige Verwandte der "giraffa camelopardalis" und bildet mit ihr zusammen die Gattung der giraffenartigen Tiere. Die heute gängige Bezeichnung für die Kurzhalsgiraffe ist Okapi. Bisweilen wird es wegen seines Verbreitungsgebietes auch Waldgiraffe genannt.

Das Tier ist ein Einzelgänger und sehr scheu. Wie sein "großer Bruder", die Giraffe, ist auch das Okapi ein Paarhufer und ein Wiederkäuer. Außerdem haben sowohl Giraffe als auch Okapi Hörner, die – anders als etwa bei Hirschen – dauerhaft von Haut überdeckt sind. Alle diese Merkmale zusammen weisen nur diese beiden Tierarten auf.

Okapis werden bis 2,20 Meter groß, dabei sind die Weibchen etwas größer als die Männchen. Auffällig sind ihre verhältnismäßig großen dreieckigen Ohren, die nur wenig länger sind als breit.

Zwei Okapis

Ohren und Hörner gleichen denen der großen Verwandten

Okapis lieben den Schatten und kommen ausschließlich in Waldgebieten vor. Dabei ernähren sie sich von verschiedenen Pflanzen und fressen auch Gras, Farne und Pilze, während die Giraffe in freier Wildbahn hauptsächlich Akazienblätter verzehrt.

Das erste Okapi wurde erst um 1900 von westlichen Forschern entdeckt. Inzwischen gibt es für das Okapi nur noch wenig Lebensraum. Lediglich einige tausend Exemplare dieser Tierart leben noch in einem ausgedehnten Waldgebiet in der Demokratischen Republik Kongo (ehemals Zaire).

Die genaue Zahl lässt sich jedoch aufgrund der zurückgezogenen Lebensweise der Okapis und den schwierigen Forschungsbedingungen in dem von Bürgerkriegen gebeutelten Land nur schwer schätzen.

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WDR | Stand: 01.02.2021, 12:21

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