Eselrassen

Esel

Eselrassen

Bei Eseln wurde lange Zeit nicht auf Reinrassigkeit in der Zucht geachtet, sondern auf Leistungsfähigkeit. Reinrassige Esel sind äußerst selten. Esel unterschiedet man aus diesem Grund hauptsächlich nach ihrer Größe, nicht nach ihrer Rasse. Es gibt Zwergesel, Normalesel und Großesel. Allein unter den Großeseln lassen sich noch alte Zuchtrassen ausmachen, von denen viele vom Aussterben bedroht sind.

Amerikanischer Mammoth Jack

Der Amerikanische Mammoth Jack geht zurück auf einen Katalanischen Eselhengst aus Spanien, mit Namen Mammoth. Esel dieser Rasse können eine Rückenhöhe – auch Stockmaß genannt – von bis zu 150 Zentimeter erreichen. Der Mammoth Jack ist die einzige Eselrasse in Amerika.

Katalanischer Groß- oder Riesenesel

Unter den blühenden Apfelbäumen einer Streuobstwiese stehen ein dunkler Katalanischer Riesenesel und drei graue Hausesel.

Ein Katalanischer Riesenesel zwischen drei Hauseseln

Der Katalanische Esel gilt mit einem Stockmaß von bis zu 160 Zentimetern als der größte Esel. Er ist temperamentvoll und ausdauernd. Auffallend sind seine starken Gliedmaßen und sein starker Hals, sein Unterbauch ist hell, ansonsten ist er schwarz glänzend. Er gilt als eine der edelsten Rassen und wurde zur Maultierzucht, aber auch zur Zucht des amerikanischen Mammoth Jack genommen.

Andalusischer Großesel

Andalusischer Riesenesel im traditionellen Fahrgeschirr anlässlich der Pfingstwallfahrt in El Rocio - Andalusien.

Andalusischer Riesenesel im traditionellen Fahrgeschirr

Der Andalusische Großesel ist dem Katalanischen ähnlich, variiert jedoch von Reinweiß bis Apfelschimmel, da er von den weißen ägyptischen Pharaoneneseln abstammt. Der Andalusische Großesel ist besonders stark vom Aussterben bedroht. Es sollen nur noch wenige Hundert Tiere existieren.

Martina-Franca-Esel

Der Martina-Franca-Esel ist eine süditalienische Eselrasse mit bis zu 150 Zentimetern Stockmaß, dunkelbrauner bis schwarzer Fellfarbe und eher kleinem Kopf. Esel dieser Rasse werden heute noch oft für die Fleischproduktion geschlachtet.

Grand Noir du Berry

Der Grand Noir du Berry ist ein rotbrauner bis dunkelbrauner oder schwarzer, sehr beliebter Esel. Er entstammt einer Nachzüchtung eines Esels aus Zentralfrankreich. Dort wurde er früher als Arbeitstier für den Feld- und Weinbau oder auch zum Treideln der Schiffe auf den Kanälen eingesetzt.

Der Grand Noir du Berry wäre fast ausgestorben, hätte sich nicht eine französische Organisation für die Erhaltung der alten Rasse eingesetzt. Heute wird der Esel hauptsächlich von Liebhabern gehalten.

Poitou-Esel

Ein Poitou-Esel mit seinem langen Fell steht auf einer ausgetrockneten Grasfläche.

Das lange, zottelige Fell ist typisch für den Poitou-Esel

Poitou-Esel haben eine typische rötlich-braune Fellfarbe, das Fell ist zudem sehr lang und zottelig. Dieser Filz sollte niemals gekämmt werden, dient er doch als natürlicher Schutz vor Hautkrankheiten und Parasitenbefall.

Der Poitou-Esel wurde in Frankreich jahrhundertelang zur Zucht von Maultieren verwendet. Mit seinen großen, offenen Ohren sieht er sehr liebenswert aus, sodass viele Menschen heute einen solchen Esel haben möchten. Mit einem Gewicht von über 400 Kilogramm gilt der Poitou-Esel als der schwerste Esel der Welt.

Autorin: Almut Röhrl

Stand: 22.07.2016, 14:00

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