Wissensfragen

Bordercollie gibt Pfote.

Hunde

Wissensfragen


Wie lässt sich das Pfötchengeben beim Hund erklären?

Das Pfötchengeben geht auf eine Angewohnheit des Hundes aus seiner Zeit als Welpe zurück. Es ist eine Bettelgeste, mit der die noch blinden Welpen gegen die Zitzen der Mutter treten. Diese angeborene intuitive Bewegung wird als Milchtritt bezeichnet.

Während der Hund heranwächst, verändert sich die Geste des Pfötchengebens. Der junge Hund versucht nun, mit den Pfoten das Futter aus dem Maul der Mutter zu reißen. Die Form des Pfötchengebens hat sich in menschlicher Obhut sogar noch weiter entwickelt. Es ist zum Männchenmachen geworden, das auch eine Bitthaltung des Hundes ausdrückt.

Wie lange kommt ein erwachsener Hund ohne Nahrung aus?

Ein gesunder erwachsener Hund kann problemlos 25 Tage ohne Mahlzeit auskommen. Ohne einen Schluck Wasser wäre er allerdings schon nach sechs bis sieben Tagen dehydriert. Die Physiologie von Hunden, egal ob von Wild- oder Haushunden, ist auf unregelmäßige Ernährung ausgerichtet. In freier Wildbahn steht nicht jeden Tag der große Fang auf der Speisekarte.

Ein Hund, der aus einem Napf frisst

Eine Nulldiät ist nicht ratsam

Anders ist das bei den Haushunden. Da sorgen Herrchen und Frauchen regelmäßig für das leibliche Wohl – und tun hierbei oft des Guten zu viel. Beim Thema Hunde geht der Mensch in der Regel von sich aus, besonders wenn es ums Essen geht. Da greift er gerne mal in die Nasch-Schublade. Hier und da ein Leckerchen und die Pfunde wachsen. Viele Hunde sind zu dick. Übergewicht kann für jedes Tier zu einem echten Problem werden.

Dass der Hund lange ohne feste Nahrung auskommen kann, bedeutet nicht, dass er zum Abnehmen auf eine radikale Nulldiät gesetzt werden sollte. Der Hund sollte langsam an kleinere Portionen gewöhnt werden. Ein Tipp: Mischen Sie das Futter beispielsweise mit Reis. Der Hund bekommt ein Sättigungsgefühl, nimmt aber nicht so viele Nährstoffe auf.

Wenn ein Hund zu dick ist, ist häufig ein Mangel an Bewegung Schuld. Damit die Pfunde purzeln, sollte das Tier ausreichend Auslauf an der frischen Luft bekommen. Das sportliche Programm sollte jedoch wie beim Menschen nicht gleich übertrieben werden, sondern sich langsam steigern.

Autorinnen: Sabine Kaufmann/Andrea Wengel

Stand: 29.11.2017, 09:18

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