Das Gehör der Tiere

Grasfrosch

Hören

Das Gehör der Tiere

Von Julia Ucsnay

Kein Lebewesen auf der Welt kann alle Töne wahrnehmen. Es kommt auf die Frequenz an. Manche hören nur hohe Töne, andere nur tiefe. Und: Ohren müssen nicht immer am Kopf sitzen, wie die Hörorgane vieler Insekten beweisen.

Taube

Trotz ihres Namens hört die Taube sehr gut. Ihr Spezialgebiet sind niedrige Frequenzen. Sie kann selbst Töne im 0,1-Hertz-Bereich wahrnehmen. Der Mensch dagegen hört unter 20 Hertz gar nichts mehr.

Frosch

Frösche haben ein besonders raffiniertes Hörsystem: Ihr Gehirn reagiert nur auf die Laute anderer Frösche und ihrer Fressfeinde. Gegenüber für sie unwichtigen Geräuschen sind sie taub.

Zikade und Grille

Diese Tiere können zwar hören, doch sucht man an ihren Köpfen vergeblich nach Ohren: Grillen tragen ihre Hörmembranen an den Vorderbeinen, Zikaden am Hinterleib.

Fledermaus

Experten im Bereich der hohen Frequenzen sind die fast blinden Fledermäuse. Die nachtaktiven Tiere können hochfrequentierte Töne bis zu 200.000 Hertz wahrnehmen. Zum Vergleich: Der Mensch hört bis zu einer Frequenz von 20.000 Hertz.

Auf ihren Beutezügen stoßen Fledermäuse Laute im Ultraschallbereich aus. Ihre großen Ohrmuscheln drehen sich nach der Schallquelle und saugen das Echo wie mit einem Trichter ein. So können sie selbst bei völliger Dunkelheit Insekten fangen: Sie "sehen" mit den Ohren.

Fledermaus vor nächtlichem Himmel

Die Fledermaus ortet ihre Beute per Echo

Stand: 18.07.2019, 17:30

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