Formen des Fastens

Säfte im Glas

Fasten

Formen des Fastens

Von Horst Basting

Die geeignete Fastenform für sich zu finden, ist nicht so leicht. Möchte man ganz auf feste Nahrung verzichten oder lieber kleine Portionen über den Tag verteilt essen? Die Angebote sind vielfältig. Zunächst sollte man seinen Hausarzt um Rat fragen.

Buchinger-Fasten

Die Methode nach Dr. Otto Buchinger ist die populärste Art des Fastens. Manche Menschen gehen für mehrere Wochen in spezielle Klinken, andere machen es aber als "Fasten für Gesunde" in einem Kurzfasten zu Hause.

Wichtig sind gute Vorbereitung und genügend Zeit. Es wäre vorteilhaft, den Alltag für eine Woche auszublenden, wenigstens aber sollte der Fastende sich die Abende freihalten.

Das Fasten beginnt mit dem Entlastungstag. Das kann ein Obsttag sein, aber auch ein Reistag oder Frischkosttag ist möglich. Der erste Fastentag beginnt mit der Darmentleerung. Dazu ist Glaubersalz geeignet. Für diejenigen, die Glaubersalz nicht vertragen, gibt es aber noch andere Möglichkeiten, zum Beispiel einen Einlauf.

Durch die Darmentleerung legen die Verdauungsorgane eine Pause ein und erholen sich, auch das Hungergefühl verschwindet. Von nun an besteht die Ernährung fünf Tage lang nur noch aus Tee, Gemüsebrühe, Obstsäften und Wasser, am besten drei bis vier Liter pro Tag.

Zum Fastenbrechen eignet sich ein Apfel oder Rohkost. Dann beginnen die Aufbautage. Der Körper muss sich wieder langsam an feste Nahrung gewöhnen, deshalb gilt es, sich zwei bis drei Tage schonend nach einem Diätplan zu ernähren. In dieser Phase liegt die Chance, Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

Zutaten: Obsttag, Glaubersalz, gepresste Obstsäfte, Gemüsesäfte, Kräutertees, Honig, Gemüsebrühen, Wasser

Es gibt zum Buchinger-Fasten verschiedene Varianten. Das heißt, Entlastungstag, Darmentleerung und Aufbautage bleiben gleich, nur die Zutaten während der Fastentage werden variiert. Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

Rohsäftefasten

Dabei wird drei- bis fünfmal täglich ein Glas frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft getrunken. Wie beim Buchinger-Fasten muss zwischendurch viel Wasser getrunken werden. Das Rohsäftefasten eignet sich gut bei Mangelerscheinungen, häufigen Infekterkrankungen, Übergewicht und zur Gesundheitsvorsorge.

Zutaten: Obstsäfte, Gemüsesäfte, Wasser

Molkefasten

Über den Tag verteilt gibt es einen Liter Molke, dazu Kräutertees und Obstsäfte. Am günstigsten zur Entschlackung ist Trinkmolke, da sie weniger Eiweiß und Kalorien enthält als die Diät-Kurmolke.

Molkefasten eignet sich hervorragend bei Gärungs- und Fäulnisprozessen im Darm, Darmpilzen, Darmträgheit, Verstopfung, Hautproblemen, Stoffwechselstörungen und empfindlichem Magen.

Zutaten: Trinkmolke / Diät-Kurmolke, Kräutertees, Obstsäfte

Schleimfasten

Beim Schleimfasten gibt es zu den Mahlzeiten dünnen Hafer-, Reis- oder Buchweizenschleim, denn der Getreideschleim schont und schützt angegriffene Schleimhäute in Magen und Darm.

Zutaten: Hafer-, Reis- oder Leinsamenschleim

Mayr-Methode

Eine andere Methode des Fastens ist die von Dr. Franz Xaver Mayr entwickelte Fastenkur. Dieser Kur liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine gut funktionierende Verdauung der Schlüssel zu einem gesunden Leben ist.

Die traditionelle Mayr-Kur besteht aus drei Säulen: Schonung, Säuberung und Schulung. Der Darm soll geschont werden, damit er sich erholen kann, er muss von Giften gesäubert werden und der Fastende soll in Gesundheitsfragen geschult werden.

Die Kur dauert drei bis vier Wochen. Jeden Tag wird mit Glaubersalz abgeführt, der Fastende muss viel trinken, vor allem Kräutertee und Wasser.

Bekannt ist die Mayr-Methode auch als "Milch-Semmel-Kur", weil besonders zubereitete Brötchen erlaubt sind, um ein betont langsames Kauen und Einspeicheln der Nahrung zu trainieren. Durch das eintretende Sättigungsgefühl lernt man mit weniger Nahrung auszukommen. Die Milch dient als Eiweißquelle.

Zutaten: Glaubersalz, Milch, Semmeln, Fastentee, Gemüsebrühe

Stand: 17.03.2017, 10:00

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