Akupunktur und Migräne

Eine dunkelhaarige Frau hält ihre Hand an die Stirn. Sie hat Kopfschmerzen.

Akupunktur

Akupunktur und Migräne

Oft werden Ärzte, die alternative Heilmethoden anwenden, von ihren Patienten mit der Frage konfrontiert, ob das nicht doch Hokuspokus sei. Die Akupunktur konnte sich in den vergangenen Jahren etwas von diesem Vorwurf befreien, nicht zuletzt weil immer mehr Studien die Behandlungsform in einen seriöseren Rahmen stellen.
Nach Umfragen glaubt heute bereits jeder dritte Deutsche an die Wirkung der Akupunktur. Bei der Behandlung von Migräne etwa besitzt Akupunktur mittlerweile einen beachtlich hohen Stellenwert. Viele Patienten, enttäuscht von der Schulmedizin, berichten über länger anhaltende Linderungseffekte.

Gewitter im Kopf

Migräne-Attacken können Menschen an den Rand des Wahnsinns treiben. Wirklich nachvollziehen kann die Schmerzen vermutlich nur jemand, der selbst unter Migräne leidet. Die Attacken können Stunden, manchmal auch Tage andauern. Oft schaltet der quälende Halbseiten-Kopfschmerz die Betroffenen völlig aus.

Das Pochen, Hämmern, Ziehen kann verschiedene Ursachen haben. Diskutiert werden eine angeborene Überempfindlichkeit des Nervensystems, Stressanfälligkeit oder auch ein ungesunder Lebensrhythmus sowie schlechte Ernährung.

Freier Kopf ohne Tabletten

Akupunktur scheint die Symptome der Migräne – rasende Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche – zu lindern. Mehrere positiv verlaufene Studien lassen diesen Schluss zu.

Heilbar ist Migräne bis heute nicht. Viele Patienten nehmen über lange Zeiträume Medikamente mit starken Nebenwirkungen ein – und genau hier liegt die Chance einer begleitenden Akupunktur-Therapie. Nicht nur Schmerzen und Symptome sollen gelindert werden, gleichzeitig sinkt auch der Medikamentenbedarf.

Nahaufnahme: Weiße Tabletten in einer Blisterpackung.

Medikamente haben oft starke Nebenwirkungen

Wirkungshypothesen der Akupunktur besagen, dass schmerzvermittelnde Nervenbahnen blockiert werden und darüber hinaus die Ausschüttung von schmerzlindernden, körpereigenen Substanzen stimuliert wird. Die sogenannten Endorphine sollen eine morphinähnliche Wirkung haben. Kritiker sprechen dagegen bisher nur von kurzfristigen, placebo-ähnlichen Behandlungseffekten.

Autor: Jochen Zielke

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Stand: 08.08.2018, 12:00

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