Schuppenflechte
Schuppenflechte - was ist das?
Bei der Schuppenflechte liegt eine Verhornungsstörung der Haut vor. Die Zellen der Oberhaut teilen sich ungefähr sieben Mal schneller als in der normalen Haut. Dadurch erreichen sieben Mal so viele neue Hautzellen die Hautoberfläche. Hier werden sie als Hornzellen - sichtbar als silbrig-weiße Schuppen - abgegeben. Darunter kommt es in den tieferen Hautschichten zu einer Entzündung. Es können der ganze Körper oder größere und kleinere Hautareale befallen sein. Hautstellen, die Druck ausgesetzt sind wie Ellenbogen und Knie, sind besonders oft betroffen. Bei vielen Patienten sind auch die Nägel krankhaft verändert und bei fünf bis 20 Prozent kommen Gelenkbeschwerden hinzu. Die entzündeten Stellen können jucken. Einmal ausgelöst tritt die Krankheit in Schüben auf. Sie kann über Jahre verschwinden - um sich dann doch wieder zurückzumelden.
Ursachen und Auslöser
Die genauen Ursachen der Schuppenflechte sind nicht geklärt. Sicher spielen psychische Faktoren eine erhebliche Rolle, so dass eine gute Psychotherapie die Erkrankung günstig beeinflussen kann. Psoriasis bricht zwischen dem zehnten und 25. Lebensjahr oder zwischen 40 und 50 aus. Auslöser sind Infekte, Stress, Druck, zum Beispiel an der Gürtelschnalle oder am Ellenbogen, zu wenig Sonne in den Wintermonaten, Alkohol, bestimmte Medikamente wie Betablocker und noch andere Faktoren.
Behandlung
Leider gibt es kein Medikament, das die Krankheit völlig verschwinden ließe. Nach der Entfernung der Schuppen mit Hilfe von Ölbädern wird die Haut mit Salben behandelt. Derer gibt es inzwischen eine Fülle: von kortisonhaltigen Salben über Vitamin-A-Abkömmlinge, Teer-Salben bis hin zu homöopathischen Mitteln. Günstig erweist sich in vielen Fällen auch eine Licht-Bestrahlung. Tabletten werden wegen der starken Nebenwirkungen nur in den schlimmsten Fällen verschrieben. Darüber hinaus kann der an Schuppenflechte Erkrankte selbst eine Menge für die Linderung der Krankheit tun. Zuerst wird er lernen, mit seiner Erkrankung zu leben und zu ihr zu stehen. Auf Alkohol und Rauchen sollte verzichtet werden. Eine ausgeglichene, vollwertige Ernährung und mäßiger Ausdauersport führen zu einer besseren körperlichen Verfassung, was sich wiederum positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirkt. Lindernd wirkt auch Sonne auf der Haut.
Andrea Lützenkirchen, Stand vom 30.11.2010






