Amerikas Präsidenten – eine Auswahl

Amerikas Präsidenten – eine Auswahl

Eine historische Übersicht über besondere Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

Portraitzeichnung von George Washington

George Washington

war der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und regierte das Land von 1789 bis 1797. Bis heute ist er der einzige Präsident, der die Stimmen aller Wahlmänner auf sich vereinigen konnte. George Washington gehört zu den Gründungsvätern der Vereinigten Staaten von Amerika. Als Vorsitzender der Philadelphia Convention leitet er 1787 die Versammlung, aus der die bis heute bindende Verfassung der USA hervorgeht. Washington erlebt noch, dass die neue Hauptstadt ihm zu Ehren seinen Namen bekommt.

George Washington

war der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und regierte das Land von 1789 bis 1797. Bis heute ist er der einzige Präsident, der die Stimmen aller Wahlmänner auf sich vereinigen konnte. George Washington gehört zu den Gründungsvätern der Vereinigten Staaten von Amerika. Als Vorsitzender der Philadelphia Convention leitet er 1787 die Versammlung, aus der die bis heute bindende Verfassung der USA hervorgeht. Washington erlebt noch, dass die neue Hauptstadt ihm zu Ehren seinen Namen bekommt.

Abraham Lincoln

war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und der erste, der der Republikanischen Partei angehörte. Seine Amtszeit beginnt 1860, 1864 kann er sie um eine weitere Legislaturperiode verlängern. Er ist erklärter Gegner der Sklaverei. Seine Wahl quittieren daraufhin insgesamt elf Südstaaten mit dem Austritt aus der Union – sie schließen sich zu den Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Zwischen Nord- und Südstaaten kommt es 1861 bis 1865 zum Sezessionskrieg, in dem Lincoln die Südstaaten schließlich zur Kapitulation zwingt, sie wieder in die Union eingliedert und die Sklaverei abschafft. Nur wenige Monate nach seiner Wiederwahl für eine zweite Legislaturperiode wird er bei einem Theaterbesuch in der Hauptstadt am 14. April 1865 erschossen. Abraham Lincoln ist damit der erste Präsident, der gewaltsam zu Tode kommt.

Franklin D. Roosevelt

war der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er gehört der Demokratischen Partei an. Seine Regierungszeit erstreckt sich von 1933 bis 1945. Franklin Delano Roosevelt ist der einzige Präsident, der viermal gewählt wurde. Nach seinem Tod erlässt der Kongress den 22. Verfassungszusatz, der die Amtszeit des Präsidenten auf acht Jahre begrenzt. Unter Roosevelt wird unter anderem ein Sozialversicherungssystem eingeführt und die Prohibition aufgehoben. In Roosevelts dritte Amtszeit fällt der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941, bei dem über 2000 Amerikaner ums Leben kommen, werden die USA endgültig in den Zweiten Weltkrieg gezogen. Nur wenige Wochen vor der Kapitulation Deutschlands stirbt Roosevelt an einer Hirnblutung am 12. April 1945.

Harry S. Truman 

Als Vizepräsident von Franklin D. Roosevelt übernimmt Harry S. Truman nach dessen Tod 1945 bis 1953 als 33. Präsident der Vereinigten Staaten das Amt. Kurz nach seinem Amtsantritt endet in Europa der Zweite Weltkrieg. Um auch Japan zur Kapitulation zu zwingen, ordnet Truman Anfang August Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki an. Mit der "Truman-Doktrin", seiner außenpolitischen Antwort auf die wachsenden Spannungen mit der Sowjetunion, in der er die Eindämmung des Kommunismus in Europa fordert, beginnt die Ära des "Kalten Krieges". Zugleich soll der "Marshallplan" als Wiederaufbauhilfe vorbeugend wirken gegenüber einer weiteren Ausbreitung des Kommunismus‘ in Europa. Innenpolitisch tritt Truman entschieden gegen Rassendiskriminierung auf. Zugleich fällt in seine Amtszeit die McCarthy-Ära, in der Jagd auf echte und vermeintliche Kommunisten in den USA gemacht wird. Truman distanziert sich allerdings von der Kommunistenjagd und legt erfolglos Vetos gegen die Art des Vorgehens gegen die Kommunisten ein.

John F. Kennedy

war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit 43 Jahren ist John Fitzgerald Kennedy der jüngste je gewählte Präsident und der erste Katholik im Weißen Haus. Er ist Mitglied der Demokratischen Partei. Ausstrahlung und Alter machen ihn für viele zum Hoffnungsträger. In seiner Amtszeit kommt es mit der Kubakrise fast zum Ausbruch des Dritten Weltkriegs, bei dem Kennedy bereit ist, Atomwaffen gegen die Sowjetunion einzusetzen. Es ist die Hochphase des Kalten Kriegs. Als erster amerikanischer Präsident besucht er im Sommer 1962 West-Berlin und sagt den legendär gewordenen Satz: "Ich bin ein Berliner". Am 22. November 1963 wird Kennedy in seinem offenen Wagen in Dallas erschossen. Bis heute gibt es Diskussionen darüber, wer den Mord begangen hat.

Richard Nixon

war von 1969 bis 1974 der 37. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und gehört zur Republikanischen Partei. Mit seiner Person ist unmittelbar die Watergate-Affäre 1972/1973 verknüpft. Bei einem Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Hotel in Washington werden Abhörgeräte installiert. Die Spur der Einbrecher führt direkt zu Nixon und seinen Mitarbeitern. Dennoch gewinnt Nixon wenige Monate später seine Wiederwahl. Nach Aufdeckung des Watergate-Affäre droht Nixon in der Folge ein Amtsenthebungsverfahren, dem er durch seinen Rücktritt zuvorkommt. Bis heute bleibt er der erste Präsident, der auf sein Amt verzichtet hat. In der Außenpolitik setzt er Zeichen der Entspannung. Als erster amerikanischer Präsident besucht Nixon die Volksrepublik China und die Sowjetunion in Zeiten des Kalten Kriegs.

Jimmy Carter

war von 1977 bis 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mitglied der Demokratischen Partei. Als größter Erfolg seiner Amtszeit gilt die Vermittlung beim Camp-David-Abkommen 1978, dem Friedensschluss zwischen Israel und Ägypten. Die Geiselnahme von etwa 50 amerikanischen Diplomaten in der Botschaft von Teheran leitet 1979 das Ende seiner Präsidentschaft ein. Als 1980 ein Befreiungsversuch durch das US-Militär scheitert, verliert er das Vertrauen der amerikanischen Bürger. Er verliert die Wahl gegen Ronald Reagan. Jimmy Carter ist mit heute (2020) fast 96 Jahren der älteste noch lebende ehemalige Präsident.

Bill Clinton

war von 1993 bis 2001 der 42. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mitglied der Demokratischen Partei. Bei seinem Amtsantritt verzeichnen die USA die höchste Staatsverschuldung ihrer Geschichte. Dennoch gelingt Clinton ein beeindruckender wirtschaftlicher Aufschwung des Landes: Mehr als 20 Millionen Arbeitsplätze entstehen in seiner Amtszeit, die Arbeitslosigkeit sinkt um fast die Hälfte und die Staatsverschuldung wird abgebaut. Im Jahr 2000 blicken die USA auf einen Etat- Überschuss von mehr als 230 Milliarden Dollar. Im kollektiven Gedächtnis bleibt aber seine sexuelle Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Für Clinton kommt es wegen Falschaussage in dieser Sache zu einem Amtsenthebungsverfahren, das letztlich scheitert. Er ist der zweite Präsident, gegen den ein solches Verfahren angestrebt wird. Clintons Amtszeit endet dennoch mit einer der höchsten Zustimmungsraten aller US-Präsidenten.

Bush Senior und Junior

George H. W. Bush war von 1989 bis 1993 der 41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mitglied der Republikanischen Partei. Er ist der Vater von George W. Bush, der – ebenfalls Mitglied der Republikanischen Partei – von 2001 bis 2009 als 43. Präsident die Vereinigten Staaten regierte. Bush Senior setzt sich für die internationale Abrüstung von Atomwaffen ein und verkündet 1989 zusammen mit Michail Gorbatschow das Ende des Kalten Krieges. 1991 befiehlt Bush Senior Luftangriffe gegen Irak zur Befreiung Kuwaits. Der erste Irakkrieg bricht aus. Zwölf Jahre später kommt es 2003 unter Bush Junior zum zweiten Irakkrieg. Auslöser ist Iraks angeblicher Besitz von Massenvernichtungswaffen, was sich später als falsch herausstellt. Zu Beginn der Amtszeit von George W. Bush kommt es 2001 zu den Anschlägen vom 11. September. Als Reaktion ruft er den "Krieg gegen den Terror" aus und leitet die Militäraktion "Enduring Freedom" ein, bei der amerikanische und britische Streitkräfte mit Luftangriffen einen Krieg gegen die islamistische Taliban-Regierung in Afghanistan beginnen.

Barack Obama

war von 2009 bis 2017 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mitglied der Demokratischen Partei. Er ist der erste afroamerikanische Präsident in der Geschichte der USA. Nicht zuletzt deswegen werden weltweit große Hoffnungen in ihn gesetzt. So wird ihm noch im ersten Jahr seiner Amtszeit der Friedensnobelpreis verliehen. Die Entscheidung ist umstritten, hat er doch bis dahin keinerlei außenpolitische Erfolge erzielt. Was schwerer wiegt: Barack Obama führt die Kriege seines Vorgängers George W. Bush weiter. Unter dem Schlagwort "Obamacare" wird 2013 die von ihm 2010 durchgesetzte Reform im Gesundheitssystem umgesetzt. Mehr als 32 Millionen nichtversicherter Amerikaner bekommen erstmals Zugang zu einer Krankenversicherung.

Donald Trump

ist seit 2017 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mitglied der Republikanischen Partei. Donald Trump hatte vor seinem Amtsantritt als US-Präsident kein politisches Amt inne. Seine politische Agenda stellt er unter das Motto "America First", womit er die außen- und wirtschaftspolitischen Interessen der USA in den Vordergrund rückt. Häufig wird seine Kompetenz in Sachfragen angezweifelt. Ebenso geben sein körperlicher, aber auch sein geistiger Gesundheitszustand immer wieder Anlass für Diskussionen. Dazu trägt er selbst durch sein oft ungestümes öffentliches Auftreten und durch das Absetzen unzähliger – teils irritierender – Twitter-Meldungen bei. 2019 wird erfolglos ein Amtsenthebungsverfahren wegen versuchter Beeinflussung der anstehenden Präsidentschaftswahlen 2020 gegen Donald Trump eingeleitet. In die Amtszeit von Donald Trump fällt der Ausbruch der Corona-Pandemie.

Stand: 30.09.2020, 10:00 Uhr

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