Mittel gegen den Kater

Jemand trinkt eine Flasche Bier

Bier

Mittel gegen den Kater

Von Alfried Schmitz

Woher der Begriff Kater eigentlich kommt – niemand weiß es so genau. Wer zu tief ins Glas geschaut hat, leidet darunter. Was hilft gegen den Kater?

Warum eigentlich Kater?

Manche sagen, der Begriff Kater ließe sich auf den medizinischen Begriff "Katarrh" zurückführen. Als Katarrh bezeichnet man eine Schleimhautentzündung. Und Schleimhäute befinden sich auch im Kopf, also dem Zentrum des Katergefühls.

Andererseits lässt sich die Pein, die man nach zu viel Alkoholgenuss im Kopfbereich spürt, auch mit der scharfen Krallenattacke eines Katers recht anschaulich beschreiben.

Nicht zu verharmlosen ist natürlich der häufige und starke Konsum von Alkohol, der nicht nur schwere gesundheitliche Folgen haben, sondern auch zur Sucht führen kann.

Laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung trinken in Deutschland fast zehn Millionen Menschen so viel Alkohol, dass ihre Gesundheit gefährdet ist. 1,3 Millionen Menschen davon gelten als alkoholabhängig (Stand: 2017).

Der Missbrauch von Alkohol kann zu Langzeitschäden wie Leber-Zirrhose, Veränderungen der Bauchspeicheldrüse, des Herzens und des Nervensystems führen, aber auch zu psychischen Beeinträchtigungen.

Was man gegen einen Kater tun kann

Ein gutes Mittel gegen den Kater ist auf jeden Fall, viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten in Form von stillem Mineralwasser. Übermäßiger Alkoholkonsum führt dazu, dass der Körper viel Flüssigkeit verliert, denn Alkohol hat eine entwässernde Wirkung.

Der Körper trocknet dadurch aus, der Blutdruck im Kopf sinkt. Die Folge sind stechende Kopfschmerzen und eine trockene Zunge am Tag danach. Außerdem verliert der Körper wichtige Mineralsalze, die ihm wieder zugeführt werden sollten.

Wohltuend sind hier Multivitaminsäfte. Wer es verträgt, sollte einen gut gewürzten Tomatensaft trinken. Was darin steckt, macht den Körper wieder fit und hilft gegen den Kater.

Auch Vitamin- und Mineralbrausetabletten eignen sich zur Katerbekämpfung. Vitamin A, B und C helfen, den Alkohol abzubauen. Die verloren gegangenen Mineralstoffe kann sich der Betroffene in Form von Magnesium und Calciumtabletten wieder zuführen.

Natürlich helfen auch die Vitamine und Mineralstoffe in Frischobst und Frischgemüse. Neben den altbewährten Hausmitteln gegen Kater wie saurer Gurke und Rollmops eignet sich auch Kaisernatron zur Bekämpfung. Natron sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis von Säure und Base. Aber auch Kieselsäure – in Tee oder Wasser aufgelöst – wirkt Wunder.

Ein Katerfrühstück mit Rollmops.

Hausmittel wie Rollmops können helfen

In Italien bevorzugen die Menschen diese Katermedizin: Einen großen Löffel Kaffeepulver mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone und mit einer Prise Salz vermischen. Runter damit!

Bekannt ist aber auch die "Prairie Oyster". Ein Cocktail für danach, der aus einem Teelöffel Worcestersauce besteht, zwei Spritzern Zitronensaft, ein wenig Essig, zwei Teelöffeln Tomatenketchup, einigen Spritzern Angostura, einem Eigelb und Tabasco. Ein höllischer Drink mit himmlischer Wirkung gegen den Kater.

Ist der Bierbauch auch eine Gefahr?

Während der Kater sehr spürbar ist, ist der Bierbauch dagegen eher eine Legende. Bier hat beispielsweise im Vergleich zu Wein oder Sekt weniger Kalorien. Allerdings regt Alkohol allgemein den Appetit an. Daher stammt auch die Sitte, vor einem opulenten festlichen Mahl einen Aperitif zu sich zu nehmen.

Dieser fördert die Bildung von Verdauungssäften und trägt damit zur besseren Verarbeitung der Speisen bei. So hat der Genuss von Alkohol unter Umständen einen schlechten Einfluss auf das Körpergewicht. Denn: Wer mehr Appetit hat, wird dazu verleitet, mehr zu essen, als der Körper eigentlich benötigt.

Und diese erhöhte Nahrungszufuhr kann dazu führen, dass man einen Bauch bekommt. Der Bierbauch ist jedoch eine Legende. Forscher haben herausgefunden, dass das Körpergewicht durch mäßigen Biergenuss sogar verringert werden kann.

Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass man nicht mehr an festen Nahrungsmitteln zu sich nimmt als gewöhnlich. Weiter stellte sich bei den Versuchen heraus, dass das Bier auch positive Auswirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel und auf die Blutgerinnung und die Blutdruckregulation hat.

Die Cholesterin-Anteile (LDL) im Blut, die das Risiko der Arterienverkalkung fördern, nehmen ab. Gleichzeitig erhöhen sich aber die Cholesterinanteile (HDL), die eine Schutzfunktion haben. Bier kann also die Gesundheit fördern, wenn man sich an den Grundsatz hält: alles in Maßen genießen.

Ein dicker Bauch und zwei Flaschen Bier

Der Bierbauch? Das ist eine Legende!

Stand: 21.09.2018, 14:00

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