Tierrekorde aus der Serengeti

Eine Giraffe steht mit einer jungen Giraffe inmitten der Savanne.

Serengeti-Nationalpark

Tierrekorde aus der Serengeti

Die Serengeti lebt. Ob Giraffe, Büffel oder Löwe – etwa 2,2 Millionen Großtiere tummeln sich in der ostafrikanischen Savannenlandschaft. Ein einzigartiger Reichtum der Natur. Die Tiere sind perfekt an ihre Umgebung angepasst und einige haben sich dabei zu wahren Weltmeistern gemausert.

Darum geht's:

  • Afrika ist ein Land der Superlative, wenn es um die heimischen Tiere geht.
  • Sie haben sich perfekt an das heiße und trockene Klima angepasst.
  • Wir stellen hier exemplarisch einige Überlebenskünstler vor.

Der längste Hals

Zwei Meter lang ist der Hals der Giraffe und er garantiert ihr so eine konkurrenzlose Nahrungsquelle: die Blätter aus den Baumkronen, am liebsten Akazien.

Doch obwohl der Hals der Giraffe so lang ist, besteht die Halswirbelsäule, wie bei fast allen Säugetieren, aus nur sieben Wirbeln. Diese sind jedoch besonders lang.

Giraffen werden bis zu 5,50 Meter hoch. Ihre Jungen gebären sie im Stehen. Für das Neugeborene bedeutet das einen freien Fall aus zwei Metern Höhe. Ihr Knochenskelett ist deshalb besonders weich, härtet jedoch schnell aus.

Bereits nach einer Stunde kann es stehen. Den Weltrekord der längsten Zunge teilt sich die Giraffe übrigens mit dem Chamäleon und dem Ameisenbären: Bis zu 50 Zentimeter wird sie lang.

Die größten Ohren

Bis zu zwei Meter Durchmesser pro Ohr, vier Quadratmeter Fläche: Der Afrikanische Elefant hat mit Abstand die größten Ohren der Welt. Für ihn ist es lebensnotwendig, denn Elefanten können nicht schwitzen. Nur durch die gut durchbluteten Ohren kann Wärme abgegeben werden.

Die Dickhäuter halten noch einen zweiten Weltrekord: Sie sind die schwersten Landsäugetiere. Durchschnittlich fünf Tonnen Gewicht bringen sie auf die Waage, wobei mancher Bulle sogar sieben Tonnen erreicht.

Wer so viel wiegt, muss viel essen: Ein Afrikanischer Elefant frisst vor allem Gräser, Früchte, Blätter, Baumrinde und davon 200 bis 300 Kilogramm am Tag. Das Ganze wird dann mit bis zu 150 Litern Wasser heruntergespült.

Das schnellste Landtier

Geparde können eine Geschwindigkeit von bis zu 110 Kilometern pro Stunde erreichen und das in nur vier Sekunden. Allerdings geht ihnen bereits nach 500 Metern die Puste aus.

Dementsprechend ist ihr Jagdverhalten: So nah es geht, schleichen sie sich an ihr Opfer heran, um es dann in rasantem Tempo während seiner Flucht einzuholen. Gelingt dieser Blitzangriff nicht, kann die Beute meistens fliehen.

Ein Gepard auf einem Holzstamm.

Auf der Suche

Die extreme Beschleunigung und das Tempo des Geparden wird durch seinen Körperbau ermöglicht. Er ist sehr leicht. Um genügend Sauerstoff zu bekommen, sind Herz und Lunge stark vergrößert.

Auch seine Nasengänge sind erweitert, was sein Gebiss aus Platzmangel verkleinert. Ein klarer Nachteil, denn so wird er häufiger zur Beute anderer Raubkatzen und Hyänen.

Der größte Vogel

Dass er bei Gefahr den Kopf in den Sand steckt, ist nichts anderes als üble Nachrede. Der größte Vogel der Welt, der Strauß, wehrt Angreifer mit kräftigen Tritten ab und rennt notfalls in hohem Tempo davon. Bis zu 2,75 Meter wird er hoch und bis zu 130 Kilogramm schwer.

Zwei schwarzweiße Strauße rennen nebeneinander her. Der Hintergrund besteht aus rosafarbenen Sanddünen.

Ob sie vom Fliegen träumen?

Bei dem Gewicht helfen auch seine großen Flügel nichts – Strauße können nicht fliegen. Ihre Flügel benutzen sie stattdessen zum Angeben bei der Balz, zum Schattenspenden und um beim Laufen das Gleichgewicht zu halten. Ein großer Vogel legt große Eier: In einem Straußenei hätten 24 Hühnereier Platz.

Autorin: Birgit Amrehn

Stand: 09.06.2017, 12:45

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