Hightech-Keramik

Mehrere Kloschüsseln in einer Fabrik nebeneinander.

Keramik

Hightech-Keramik

Keramik, das heißt nicht nur Blumentopf, Toilettenschüssel oder Kaffeeservice. Wir sind ständig von Dingen umgeben, in denen zwar Keramik drin ist, wo man solches Material aber zunächst gar nicht vermuten würde.

Vor allem, weil Keramik viel Hitze aushält und ihr Säure nichts anhaben kann, interessierte sich die Industrie schon im 19. Jahrhunderts für diesen Werkstoff. Man denke nur an die charakteristischen Isolatoren an Hochspannungsleitungen. Oder die älteren flaschenförmigen Keramiksicherungen im Haushalt, an Zündkerzen im Auto und an kleine Keramikbausteine, die versteckt im Fernseher und Computer sitzen und dort die empfindliche Elektronik schützen.

Heute ist Keramik ein wichtiger Werkstoff der Hightech-Industrie. In der technischen Keramikindustrie werden allerdings nicht tonige Rohstoffe, sondern synthetisch hergestellte, hochreine Mineralien, wie zum Beispiel Titan-, Zirkon- oder Aluminiumoxid verwendet.

Teile eines Gebiss aus Keramik. Zwei Zähne sind aus Gold.

Auch in der Zahntechnik ist Keramik sehr beliebt

Die Herstellung von Hightech-Keramik ist erst möglich geworden, seitdem man in den Brennöfen sehr hohe Temperaturen erzeugen kann. Je nach Brenntemperatur entfalten alle Keramikarten ihre ganz unterschiedlichen Eigenschaften.

Die Eigenschaften reichen von hoher Hitze- und Formbeständigkeit, großer Verschleißfestigkeit, hoher Wärme- und Isolierfähigkeit bis hin zur Korrosionsbeständigkeit sowie Körper- und Lebensmittelverträglichkeit.

Die Bandbreite der Eigenschaften nutzen Wissenschaft, Technik und Medizin. So kann man je nach Bedarf aus Keramik Hüftknochenimplantate, Rußfilter für den Auspuff, Zahn-Inlays oder Hitzeschilde für "Space-Shuttles" herstellen.

Autor/in: Susanne Decker

Stand: 23.10.2014, 13:00

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