Grün ans Haus: Fassadenbegrünung
Wo kann man eine Wand begrünen?
Damit das Verhältnis zwischen "Mieter" und Vermieter dauerhaft freundschaftlich bleibt, sollten Hauseigentümer noch vor dem geplanten "Einzug" der Kletterpflanzen den Zustand der Fassade überprüfen: Ist das Mauerwerk bereits beschädigt, das heißt sind kleine Hohlräume und Risse vorhanden, sollten keine Wurzelkletterer gepflanzt werden. Unproblematisch sind dagegen Rank- und Schlingpflanzen sowie Spreizklimmer. Als ideal für alle Kletterpflanzen gelten Mauern aus Klinker, Keramik oder Naturstein mit geschlossenen Fugen.Wer Klettergerüste und Rankhilfen verwendet, darf nicht vergessen, das zu erwartende Gewicht durch die wachsende Pflanze plus zusätzliche Belastungen durch Wind oder Schnee mit einzuberechnen.
Mit welchen Pflanzen kann man eine Wand begrünen?
Generell lassen sich alle Seiten eines Hauses begrünen. Dabei muss allerdings auf die unterschiedlichen Ansprüche der Pflanzen geachtet werden: Während die einen wahre Sonnenanbeter sind, bevorzugen andere die Schattenlage. Eine weitere Rolle bei der Pflanzenauswahl spielt auch die Gestaltung: Soll die Wand gleichmäßig bewachsen sein oder soll ein Giebel optisch hervorgehoben werden? Soll die Wand schnell oder lieber langsam zuwachsen? Will man nur eine bestimmte Blütenfarbe oder sollen verschiedene Arten, am besten in dichter Folge, für Farbe sorgen? Sollen es immergrüne oder laubwerfende Pflanzen sein? Dürfen sie frei klettern oder will man sie mit einem Gerüst in Zaum halten? Fragen über Fragen, die nur der Hausbesitzer entscheiden kann, und die letztlich auch durch das Objekt selbst - die Lage des Hauses in Anpassung an die Ansprüche der Pflanze - beantwortet werden. Hier eine kleine erste Hilfe:
Südseite:
Vorteilhaft ist es, wenn man an der Südseite des Hauses laubwerfende Pflanzen setzt, denn so kann sich das Mauerwerk im Winter durch Sonnenbestrahlung aufwärmen. Zur Anpflanzung eignen sich unter anderem Knöterich, Wilder Wein oder Wein, Rose, Blauregen, Geißblatt.
Westseite:
Die typische Wetterseite des Hauses sollte möglichst mit immergrünen Gewächsen bepflanzt werden, um die Wand ganzjährig vor Wind und Regen zu schützen. Dazu zählen zum Beispiel: Efeu und Spindelstrauch. Als sommergrüne Arten sind ferner geeignet: Waldrebe, Knöterich, Hopfen, Wilder Wein, Kletterhortensie.
Nordseite:
An Nordseiten gedeihen am besten schattentolerante Arten wie Efeu oder Pfeifenwinde.
Ostseite:
An der Ostseite des Hauses können beispielsweise Waldrebe, Knöterich, Wilder Wein, Blauregen, Pfeifenwinde oder Geißblatt angepflanzt werden.
Zuschüsse und Informationen
Einige Städte und Kommunen fördern die Fassadenbegrünung mit finanziellen Mitteln. Nachfragen lohnt sich also! Nähere Informationen erhält man bei Umwelt- und Grünflächenämtern. Wer bei der Fassadenbegrünung Hilfe benötigt, kann sich an Garten- und Landschaftsbauunternehmen wenden, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Susanne Wagner, Stand vom 01.06.2009



