Kalifornische Nationalparks

Landschaft im Yosemite National Park

Kalifornien

Kalifornische Nationalparks

Die Idee, riesige Landstriche durch einen Nationalpark zu schützen, hat in den USA lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die meisten Gebiete unter Schutz gestellt. Die sieben großen Nationalparks in Kalifornien begeistern durch unberührte Natur, ihre Größe und vor allem: durch ihre Unterschiedlichkeit.

Yosemite-Nationalpark

Der Yosemite-Nationalpark liegt 300 Kilometer östlich von San Francisco und ist neben dem Grand Canyon der bedeutendste und mit jährlich drei Millionen Besuchern beliebteste Nationalpark der USA.

Geprägt ist die Landschaft vor allem durch riesige Felsen und mächtige Wasserfälle, durch stille Bergseen und Wälder mit Mammutbäumen. Durch seine Höhenunterschiede von 600 bis über 4000 Meter finden sich hier gleich fünf Ökosysteme.

Das Wahrzeichen des Parks ist Half Dome, ein Berg, der mit 2696 Metern Höhe einen tollen Ausblick über den Park bietet. Die steile Felswand des El Capitan ist vor allem bei Kletterern sehr beliebt.

Von den vielen Wasserfällen sind die Yosemite Falls wohl das beeindruckendste Naturschauspiel. Hier fällt das Wasser in zwei Stufen über 700 Meter tief (fünfthöchster Wasserfall der Welt).

Der Mariposa Grove ist ein Wald mit Sequoia-Bäumen, die teilweise mehrere Tausend Jahre alt sind und mehr als 70 Meter hoch werden. Man kann den Park mit Pferden, dem Bus, einem Fahrrad, aber auch mit dem eigenen Auto erkunden.

Blick auf den Half Dome im Yosemite-Nationalpark

Der Half Dome - das Wahrzeichen des Yosemite-Nationalparks

Joshua-Tree-Nationalpark

Seinen Namen erhielt der Park vom Joshua Tree, einer Palmenart, die bis zu zehn Meter hoch und bis zu 1000 Jahre alt werden kann. Er liegt im Süden Kaliforniens, etwa 225 Kilometer östlich von Los Angeles. Geprägt ist er von imposanten Wüstenlandschaften: Seltene Wüstenpflanzen, alte Minen, Palmenoasen und karge Felsen prägen den Park.

Ein Highlight ist die Cottonwood Spring, eine Oase, die von Menschen angelegt wurde. Vom Keys View hat man aus etwa 1500 Metern einen tollen Blick über den Park. Außerdem gibt es einen Lehrpfad (Cholla Cactus Garden) und eine einst florierende Goldmine. Von März bis Mai blühen dieJoshua Trees. Übernachten kann man auf Campingplätzen im Park.

Zahlreiche Joshua-Bäume stehen locker auf einer mit braunem Gras bewachsenen Fläche, im Hintergrund sind helle Felsen zu erkennen.

Joshua Trees werden bis zu 1000 Jahre alt

Death-Valley-Nationalpark

Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste – östlich der Sierra Nevada. Das Death-Valley-Tal ist von Stein-, Sand- und Salzwüsten geprägt und der trockenste Nationalpark der USA. Kein Wunder: Die Temperaturen liegen in den Sommermonaten bei 45 bis 48 Grad Celsius.

Im Winter ist es mit rund 20 Grad deutlich kühler. Nur dann sollte man im Death Valley Wandertouren unternehmen. Ob Sommer oder Winter, hier ist man einsam: Städte und Geschäfte sind mehrere hundert Kilometer entfernt.

Der tiefste Punkt, das Badwater Bassin, liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Park kann mit dem eigenen Auto sowie mit Mietwagen erkundet werden.

Aussicht vom Aguereberry Point (1951 Meter) im Nationalpark Death Valley auf das Death Valley mit den Salzebenen von Badwater und Devil's Golf Course.

Blick auf das Death Valley

Sequoia- und Kings-Canyon-Nationalpark

Die beiden Nationalparks liegen nah beieinander mitten in der Sierra Nevada, etwa 320 Kilometer nördlich von Los Angeles. Der Sequoia-Nationalpark liegt in der kalifornischen Sierra Nevada. Er hat seinen Namen von den riesigen Sequoia-Bäumen (auch Mammutbäume genannt), deren mächtigste Exemplare im Giant Forest stehen.

Der Höhenunterschied der beiden Nationalparks liegt zwischen 412 und 4417 Metern am Kamm der Sierra Nevada. Heißes und trockenes Tiefland auf der einen Seite, schneebedeckte Gipfel auf der anderen.

Berge und See im Kings Canyon National Park

Beeindruckende Kulisse im Kings Canyon National Park

Redwood-Nationalpark

Der Redwood-Nationalpark schützt die letzten Bestände eines regenwaldähnlichen Nadelwaldes. Er liegt an der kalifornischen Pazifik-Küste nahe Oregon.

Hier wachsen 50 Prozent des natürlichen Bestands an Küstenmammutbäumen. Zum Park gehört eine unberührte zerklüftete Kliffküste. Der Park ist über die vielen Wander- und Radwege gut zu erkunden.

Bäume im Redwood National Park

Der Redwood National Park schützt die letzten Regenwälder Nordamerikas

Lassen-Volcanic-Nationalpark

Höchster Punkt des Lassen Volcanic ist der Lassen Peak mit 3187 Metern. Seinen Namen hat der Park außerdem von seiner vulkanischen Herkunft. Das letzte Mal war der Lassen Peak allerdings 1915 aktiv.

Vulkanisch aktiv ist die Gegend dennoch: Das zeigen Gasausstöße, heiße Quellen und brodelnde Wasser- und Schlammtümpel. 50 Seen, einige Bäche und viele Geröllhalden sowie erstarrte Lavaflüsse prägen das Landschaftsbild. Ein Wanderwegenetz von über 200
Kilometern bietet idealen Zugang.

Ein Besucher des Lassen-Volcanic-Nationalparks steht auf einem hölzernen Pfad neben einem Erdloch aus dem heißer Dampf empor quillt.

Gut zu erwandern: der Lassen-Volcanic-Nationalpark

Channel-Islands-Nationalpark

Der Nationalpark liegt in der Nähe von Los Angeles und umfasst fünf der acht südlichen kalifornischen Inseln. 145 der hier heimischen Tierarten sind endemisch, kommen also nur hier vor. Im Meer lebt auch der gefährdete Buckelwal, eines der größten Säugetiere der Welt.

Autor: Marcel Schuler

Stand: 05.09.2017, 13:47

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