Wissensfragen

Löffel und Glas mit Joghurt.

Probiotika

Wissensfragen

Können Probiotika Darmkrebs vorbeugen?

Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Milchsäurebakterien die Entstehung krebserregender Verbindungen hemmen und das Wachstum von Krebszellen im Darm vermindern.

Untersuchungen im Reagenzglas zeigten, dass Probiotika die Aktivität von bestimmten Enzymen, die Nahrungsreste in krebserregende Substanzen umwandeln, hemmen.

In den vergangenen Jahren wurden erste Versuchsreihen mit Menschen durchgeführt. Deren Ergebnisse sind aber nicht aussagekräftig. Deswegen ist es nicht bewiesen, dass Milchsäurebakterien tatsächlich Krebs vorbeugen.

Die bisherigen Untersuchungen zeigen lediglich einen Mechanismus auf, mit dem Milchsäurebakterien dazu beitragen könnten, Darmkrebs vorzubeugen. Es kann aber keine Rede davon sein, dass Probiotika tatsächlich Darmkrebs verhindern.

Können Joghurtbakterien bei Mundgeruch helfen?

Bis zu 40 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet zeitweise an schlechtem Atem. Die meisten Gründe dafür entstehen in der Mundhöhle selbst. Bakterien zersetzen dort Speisereste, Zellen, Blut und Eiweiß. Dabei setzen sie schwefelhaltige Stoffwechselprodukte frei.

Diese sind verantwortlich für den fauligen Geruch.

Der Genuss von Joghurt lässt den Schwefelwasserstoffgehalt im Mund um bis zu 80 Prozent sinken und hilft so, schlechten Atem zu vermeiden. Die Milchsäure kann jedoch die harte mineralisierte Zahnsubstanz entkalken und so Karies entstehen lassen.

Regelmäßiges Zähneputzen lässt sich also nicht ersetzen.

Zahnarztbehandlung

Nicht immer ist Mundgeruch ein Fall für den Zahnarzt

Autorinnen: Melanie Jost/Franziska Badenschier

Stand: 17.07.2017, 12:04

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