Salzburger Nockerl

Auf einem gedeckten Kaffeetisch steht eine Backform. Darin befinden sich die berühmten Salzburger Nockerl.

Salzburg

Salzburger Nockerl

Frisch zubereitet und dampfend warm aus dem Ofen werden sie serviert, die Salzburger Nockerl. Meist aus einer feuerfesten Form ragend, präsentiert sich die berühmte Süßspeise, die zwar als Dessert gedacht ist, aber für eine Person für diesen Zweck wohl überdimensioniert ist. Daher sollte man die Nockerl besser in Gesellschaft genießen.

Die Geschichte

Das Teilen macht einem die Eierspeise schon durch ihre markante Form einfach, denn sie besteht meist aus drei hügelartigen Teigerhebungen, die mit Puderzucker bestreut sind.

Diese Hügel sollen die drei Salzburger Hausberge darstellen, die prägend für die geographische Lage der Stadt sind. Der Mönchsberg, der die Altstadt zur Salzach hin umgrenzt, der dahinter liegende Rainberg und der Kapuzinerberg, auf der gegenüberliegenden nördlichen Flussseite.

Soviel zur Namensklärung. Doch welcher Kochkünstler die beliebte und bekannte Süßspeise erfunden hat, darüber gibt es keine eindeutigen historisch fundierten Überlieferungen.

Manche schreiben die Kreation, sehr unpatriotisch, dem Franzosenkaiser Napoleon Bonaparte zu. Der weilte während seiner Eroberungszüge Anfang des 19. Jahrhunderts zwar wirklich in Salzburg, war aber wohl eher mit militärischen Planungen beschäftigt als mit der Entwicklung neuer Kochrezepte.

Fest steht jedoch, dass es die Nockerl, wenn auch in anderer Form und Zubereitung, seit dem 19. Jahrhundert gibt. Von einer einfachen bürgerlichen Speise haben sie sich zu einer Herausforderung für jeden Spitzenkoch entwickelt.

Mitte des 19. Jahrhunderts findet man das Rezept für die Salzburger Nockerln dann auch, adelig geehrt, in den Kochbüchern des Erzherzog Johann von Österreich.

Autor: Alfried Schmitz

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Stand: 28.08.2017, 15:32

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